Wetterstation liefert lokale Daten in Echtzeit

Am Bauhof und an der Kläranlage der Stadt Velen wurden Anfang des Jahres neue Wetterstationen installiert. Das kompakte Gerät misst kontinuierlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windrichtung, Windstärke sowie Niederschlagsmengen. Die Daten werden in Echtzeit über das Mobilfunknetz an einen Server übertragen und dort gespeichert.
Die lokal erhobenen Daten bieten einen großen Vorteil: Sie stehen sofort zur Verfügung und ermöglichen eine genauere Einschätzung der Wetterlage vor Ort. Besonders für kommunale Einrichtungen wie den Bauhof oder das Klärwerk sind diese Informationen wichtig, da bestimmte Wetterdaten regelmäßig dokumentiert werden müssen.
Perspektivisch sollen die Messwerte auch Bürgerinnen und Bürgern zugänglich gemacht werden. Geplant ist, die Daten auf der Internetseite der Stadt Velen bereitzustellen, sodass sich Interessierte jederzeit über das aktuelle Wetter in der Stadt informieren können.
Intelligenter Winterdienst unterstützt Bauhof

Bereits seit einiger Zeit setzt die Stadt Velen außerdem auf sogenannte Mastsensoren, die an mehreren Standorten in Velen und Ramsdorf installiert sind. Diese Sensoren messen per Infrarot die Temperatur und Luftfeuchtigkeit der Straßenoberfläche und berechnen zusätzlich den Taupunkt.
Die gewonnenen Daten helfen dem Bauhof beim Winterdienst: Sie liefern Hinweise darauf, ob und wann Glätte entstehen könnte. So können Einsätze gezielter geplant werden. Der intelligente Winterdienst ersetzt zwar keine Mitarbeitenden, erleichtert jedoch die Entscheidungsfindung und kann unnötige Kontrollfahrten reduzieren.
Die aktuelle Testphase läuft noch. Anschließend wird die Stadt Velen auswerten, wie sich das System bewährt hat und wie eine mögliche Weiterführung aussehen kann.
Parksensoren zeigen freie Parkplätze
Ein weiteres Smart-City-Projekt wurde am neuen Parkplatz am Ärztehaus umgesetzt. Dort wurden insgesamt 55 Parksensoren installiert. Sie registrieren, ob eine Parkbucht belegt oder frei ist.
Die gesammelten Daten eröffnen mehrere Möglichkeiten: Perspektivisch könnten Bürgerinnen und Bürger über eine App oder über digitale Angebote der Stadt sehen, wie viele Parkplätze aktuell verfügbar sind. Das erleichtert die Parkplatzsuche und reduziert unnötigen Verkehr.
Darüber hinaus liefern die Sensoren wertvolle Informationen für das Parkplatzmanagement. So lassen sich beispielsweise typische Parkzeiten analysieren. Auch bei einer möglichen zukünftigen Bewirtschaftung des Parkplatzes könnten die Daten unterstützend genutzt werden.
Weitere Ideen für eine smarte Stadt
Die bisherigen Projekte zeigen, wie digitale Technologien sinnvoll im kommunalen Alltag eingesetzt werden können. Gleichzeitig prüft die Stadt Velen weitere Ideen, etwa digitale Informationsstelen oder Aufstellen von Verleihschränke im öffentlichen Raum.
Dabei gilt jedoch ein klarer Grundsatz: Technik soll immer einen konkreten Nutzen haben. Ziel ist es nicht, möglichst viele digitale Lösungen einzuführen, sondern dort anzusetzen, wo sie Bürgern und Verwaltung einen echten Mehrwert bieten.
Mit den bisherigen Smart-City-Projekten hat die Stadt Velen einen wichtigen Schritt in Richtung einer modernen, datenbasierten und zukunftsfähigen Kommune gemacht.



