Am 17.03.2026 fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Jugendwerkes Velen-Ramsdorf e.V. statt. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und kirchlichen Gremien waren gekommen.
Neben dem Bericht des Vorstandes, bildeten die Berichte der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Sandra Kühn, Verena Lechtenberg und Aga Cieciera-Kramer aus den Jugendhäusern Castle Velen und HUB Ramsdorf und der mobilen Arbeit den Schwerpunkt der Versammlung.
Auch im Jahr 2025 fanden wieder sehr viele Aktionen statt. Aus der Förderung des Kulturrucksackes NRW, welche in Kooperation mit den Jugendwerken Borken, Heiden und Reken seit einigen Jahren fließt, waren zusätzlich Angebote möglich. Neben Kreativworkshops konnte beispielsweise die Synchronsprecherin von Hermine aus Harry Potter gewonnen werden. Beim Besuch im Jugendhaus HUB wurde mit den Kindern ein Hörspiel eingeübt, was anschließend den Eltern und Großeltern präsentiert wurde. Zudem gab es ein Songprojekt.
Das Castle Velen gewann im letzten Jahr den Klimaschutzpreis, zudem gestalteten die Kinder für eine IT-Firma einen Kalender, was mit einer Spende für das Haus belohnt wurde. In Ramsdorf fand in diesem Jahr wieder der Kinderkarneval in der Alten Molkerei mit einer sehr guten Beteiligung statt.
Ansonsten standen Basteln, Kochen, Backen, Spiele und Bewegung im Vordergrund. Betont wurde, wie wichtig es ist, Kindern einen Raum außerhalb von Schule und Familie zu bieten, an dem sie das tun können, was ihnen gefällt und was auf Freiwilligkeit beruht. Im Zusammensein mit anderen wird gleichzeitig ihr Sozialverhalten geschult. Hierzu werden mit den Kindern und Jugendlichen Regeln für den Umgang miteinander erarbeitet. Bei den Angeboten wird versucht, auf die Wünsche der Kinder und Jugendlichen einzugehen und sie entsprechend partizipieren zu lassen.
Deutlich wurde, dass sich die Herausforderungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in den letzten Jahren sehr verändert hat, was auch mit den Veränderungen in der Gesellschaft zu tun hat. Das Thema soziale Medien und den Umgang damit, nahm sehr viel Raum ein. Immer wieder gab es Berichte über Mobbing und Ausgrenzung im Netz. Die Gewaltbereitschaft auch bei nichtigen Anlässen nimmt zu, ebenfalls die respektlose Sprache untereinander. Daneben bringen die Kinder viele Problemschilderungen aus dem familiären Umfeld als auch aus dem Kontext Schule, aber auch Angst vor Krieg aufgrund der weltweiten Unruhen mit. Einige Grundschulkinder besuchen direkt nach der OGS die Jugendhäuser, was sich in dem enormen Gesprächsbedarf deutlich auswirkt.
Ferner berichteten die Mitarbeiterinnen über die Besucherstrukturen. Die Jugendhäuser sprechen Kinder aus allen Schulformen an. Auch Förderschüler mit integrativen Bedarfen werden betreut. Insgesamt wurde die Stimmung in beiden Häusern als sehr gut beschrieben, die Kinder fühlen sich sehr wohl. Zu beobachten ist auch, dass sich nunmehr der Jugendtreff wieder füllt. Nach der Corona-Pandemie hatte man einen enormen Rückgang festgestellt, da es die Jugendlichen gar nicht mehr gewohnt waren, das Haus zu verlassen. Erfreulich ist auch, dass viele aus dem Kindertreff direkt in den Jugendtreff wechseln. In beiden Häusern gibt es zudem Jugendliche, die ehrenamtlich unterstützen, was für die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen eine große Hilfe ist.
Der Vorstand des Jugendwerkes bedankte sich ausdrücklich für die gute und wertvolle Arbeit der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen.



