Taubenvergrämung


Die Politik und der Verwaltungsvorstand haben sich entschlossen gegen die Masse der Tauben auf dem Burgplatz und der direkten Umgebung vorzugehen. Die Verschmutzung des neuen Pflasters, aber besonders der Sitzbänke im Schatten unter den Bäumen, haben massiv zugenommen. Aus diesem Grunde sollen Maßnahmen ergriffen werden.

Nach Gesprächen im Netzwerk mit anderen Kommunen, hat sich die Taubenvergrämung als erfolgreiche Maßnahme herauskristallisiert. Die Stadt Münster hat dieses Verfahren schon erfolgreich angewendet und hat so Plätze Taubenfrei bekommen.

Da die Tauben naturschutzrechtlich geschützt sind, dürfen sie nicht gejagt werden, sondern nur auf natürlichem Wege durch die Vergrämung vertrieben werden. Durch die gesetzlich festgelegte Brut- und Setzzeit sind Vergrämungen vom 1. April bis 31 Juli nicht erlaubt.

Der Ablauf wird wie folgt aussehen: Der beauftragte Falkner wird ab dem 04.08. um 9 Uhr (Wetterabhängig) mit zwei Greifvögeln (Harris Hawk) die Vergrämung beginnen. Die Greifvögel machen sich mit der Umgebung vertraut und baut langsam den Druck auf die Tauben auf. Die stetige, aber unregelmäßige Präsenz der Greifvögel ist wichtig, damit die Tauben eine Bedrohung erkennen; sie dürfen sich nicht auf festen Zeiten einrichten, wann die Greifvögel da sind. Es soll der Eindruck entstehen, ein potenzieller Fressfeind hat sich hier niedergelassen.

Ab dem 04.08. wird es, Wetterabhängig, 6 Wochen lang verschiedene Einsätze geben. Gemessen am Erfolg könnten noch weitere Einsätze erforderlich sein. Wichtig für den Erfolg sind noch weitere Faktoren; ein großer Faktor ist die Verfügbarkeit von Futter (Müllreste) in der unmittelbaren Umgebung. Daher müssen die Bürger und Besucher sensibilisiert werden, keine Müllreste außerhalb der Abfallbehälter liegen zu lassen und natürlich auch nicht die Tauben zu füttern. 

Achten Sie auf die Einsatzzeiten der Greifvögel, wenn Sie den Falkner sehen. Sie können ihn gerne ansprechen und Fragen stellen.